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Donnerstag, den 18.01.2018
Ein zweites Leben für flexible Kunststoffverpackungen

Nach Untersuchungen der MacArthur Foundation (EMF) gelangen lediglich 14 Prozent der weltweit eingesetzten Kunststoffverpackungen in Recyclinganlagen, während 40 Prozent auf Deponien landen und ein Drittel in empfindlichen Ökosystemen. Schätzungen zufolge wird es bis 2050 in den Weltmeeren mehr Plastik als Fisch geben. Für jeden Interessensvertreter in der globalen Kunststoff-Wertschöpfungskette ist es unerlässlich, einen Beitrag zum Wandel des globalen Materialflusses für Kunststoffverpackungen zu leisten.

Basierend auf diesem Anspruch veranstaltete ein Konsortium führender Technologieunternehmen, bestehend aus BOBST, BOREALIS, EREMA und HENKEL, in den Niederlanden bei GEA in Weert Ende letzten Jahres ein „Circular Packaging Event“. An diesem Tag präsentierten Experten aus der Industrie die neuesten Entwicklungen der The-Full-PE-Laminate-Lösung sowie anderer vollständig recycelbarer Monomaterialien und tauschten sich über Recyclingeigenschaften und Möglichkeiten für ein zweites Leben der Kunststoffverpackungen aus. Eine der wichtigsten Innovationen, die auf der Veranstaltung vorgestellt wurden, ist die neue Barrierelösung für vollständig recycelbare Monomaterialien, die für flexible Lebensmittelverpackungen geeignet ist. Die Innovation wurde auf dem GEA SmartPacker CX400 demonstriert. Gastredner der Europäischen Organisation für Verpackung und Umwelt (EUROPEN) und SUEZ gaben dem Tag eine weitere Dimension und halfen dabei, den Kreis zu schließen.

Aktuelle Herausforderungen für flexibles Verpackungsmaterial

Da nachhaltige und recyclingfähige Verpackungen im Markt für flexible Verpackungen sowohl für Markeneigentümer als auch für Endverbraucher immer wichtiger werden, sucht die Kunststoff- und Verpackungsindustrie nach Wegen, um letztendlich zu einer Monomaterialstruktur zu gelangen, die das Recycling erleichtert. Aktuelle Strukturen können nicht wiederverwertet werden, da in der Struktur gemischte Polymere verwendet werden, etwa Barriere- oder bedruckte Substrate/Folien, die typischerweise mit PET enthalten, laminiert auf Dichtstoffsubstrate, die nach Anwendung aus PE, OPP oder CPP bestehen. Es ist nicht einfach, eine vollständige PE-Barrierelaminatstruktur zu liefern, da die mechanischen Eigenschaften von PE nicht für Bahntransport, Stabilität und Umwandlung optimiert sind und die Hitzeempfindlichkeit der Folie zusätzliche Herausforderungen bei der Verwendung von vakuumbeschichteten Barriereschichten mit sich bringt.

The-Full-PE-Laminate

Die The-Full-PE-Laminate-Lösung von Borealis und Borouge ist ein Konzept, das den Wandel in der flexiblen Kunststoffverpackungsindustrie vorantreibt. Es basiert auf der unternehmenseigenen Borstar®-Technologie für bimodales Polyethylen (PE) in Kombination mit der MDO (machine direction oriented)-Verarbeitungstechnologie. The-Full-PE-Laminate-Verpackungslösungen sind ebenso leistungsfähig wie andere flexible Verpackungsstrukturen und dienen als 100-prozentiger Ersatz für Folien-Lösungen aus Multimaterialien in Beuteln und Verpackungen. Besonders überzeugend ist, dass die aus den The-Full-PE-Laminatverpackungen gewonnenen Rezyklate ohne Effizienzverlust für wertvolle Endprodukte verwendet und sogar zur Herstellung von PE-Folienprodukten eingesetzt werden können.

Bedeutung von recycelbaren Verpackungen

Darüber hinaus gab Henkel weitere Einblicke in die wachsende Bedeutung der Recyclingfähigkeit in der flexiblen Verpackungsindustrie. Sowohl aus der Sicht eines Markeninhabers für Laundry & Care Produkte als auch als Technologieführer für Klebstoffe und Beschichtungen präsentierte Henkel verschiedene Verpackungsdesignlösungen und Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft, beispielsweise Full-PE-Laminate für Waschmittel oder Megaperls-Beutel mit recycelten Kunststoffen, und hob die Rolle von Klebstoffen und Beschichtungen in einer Kreislaufwirtschaft hervor. Umfangreiche Tests, durchgeführt von Henkel, Partnern und anderen Marktakteuren, haben erfolgreich gezeigt, dass PU-beschichtete Folien unter Verwendung von aufeinander abgestimmten Folien zu hochwertigen Sekundärmaterialien recycelt werden können.

Weitere Informationen:
www.gea.com

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Letzte Aktualisierung am 19.10.2018
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